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  • andi671

E-Mobilität auf dem Vormarsch?

Hat das E-Auto wirklich Zukunft oder ist doch nur ein kurzweiliger Trend?



Viele Menschen - ich gehöre ehrlich gesagt auch dazu - stehen der E-Mobilität skeptisch gegenüber. Die Argumente gegen ein E-Auto reichen von "viel zu teuer" über "höherer Energieverbrauch bei der Produktion" bis hin zur "eingeschränkten Reichweite und langen Ladezeiten".


Gerade wir Deutschen als Diesel-Lieblinge wollen uns doch gar nicht vom Verbrennungsmotor verabschieden. Nachdem die EU ab 2035 keine Neuzulassungen von Verbrennungsmotoren mit CO2-Ausstoß mehr zulässt und auch die deutschen Autohersteller spätestens dann keine Verbrennungsmotoren mehr entwickeln werden, kommt man um das Thema E-Auto früher oder später nicht mehr herum.


Wie sieht die Entwicklung in Europa und weltweit denn überhaupt aus? In welchem Land sind die Bedingungen für den Kauf eines E-Autos aktuell am günstigsten und wo werden die meisten E-Autos zugelassen?


In Europa ist Norwegen einsamer Spitzenreiter mit einem Marktanteil von 72 % E-Autos bei Neuzulassungen in 2020 sowie den besten Markt-Bedingungen für E-Autos. Die Regierung verzichtet beim Kauf eines E-Autos z. B. auf die Mehrwertsteuer und Zulassungsgebühren und schafft so einen riesigen Kaufanreiz. In Deutschland undenkbar....


Der weltweit größte Absatzmarkt ist tatsächlich China. Dort wurden in 2020 1,246 Mio Elektro- und Hybridfahrzeuge zugelassen und haben inzwischen einem Marktanteil von 14,6 %. China hat das ehrgeizige Ziel, weltweit führend in Elektromobilität zu werden. Mit z. Zt. 220 geplanten Atomkraftwerken wird es dabei auch kein Versorgungsengpässe beim Strom geben.


Aber auch in Deutschland steigt die Zahl der neu zugelassenen E-Autos um gut 205.000 in 2020 - Spitzenreiter in Europa mit Abstand vor Frankreich (110.000), England (109.000) und Italien und Schweden (je über 55.000) . Die osteuropäischen Länder tun sich mit dem Umstieg dagegen noch schwer.


Auch der Bedarf an privaten Ladestationen steigt hierzulande rasant an. Bisher sind Anträge auf staatliche Förderung für rund 620.000 Ladestationen eingereicht worden. Der Fördertopf wurde nochmals um 300 Mio € erhöht, so dass der Bund dafür jetzt 800 Mio € ausgibt.

Das Förderprogramm richtet sich an Privatpersonen, Wohnungseigentümergemeinschaften (WEG), Wohnungsunternehmen, Wohnungsgenossenschaften und Bauträger.

Voraussetzung für eine Förderung ist, dass der Förderantrag vor Kauf und Installation eingereicht wird. Zudem müssen die Gesamtkosten über dem Zuschussbetrag von 900 Euro liegen.


Eine weitere Voraussetzung ist, dass die Ladestation über eine Normalladeleistung von elf Kilowatt verfügt und komplett erneuerbare Energien nutzt. Sie muss intelligent als auch steuerbar sein. Die Ladebox darf nicht in öffentlich zugänglichen Bereichen liegen, sondern ist für die im nicht öffentlich zugänglichen Bereich von selbst genutzten oder vermieteten Wohngebäuden. Wer also mit der Anschaffung eines E-Autos liebäugelt, sollte sich zumindest rechtzeitig um das Thema Ladestation kümmern, um hier noch einen Zuschuss abgreifen zu können.


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