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Ladesäulen

Ladesäulen für E-Autos müssen ab sofort bei Neubau und Renovierungen berücksichtigt werden!


Der Bedarf an Ladestationen ist enorm: Alleine in 2020 wurden knapp 200.000 E-Autos in Deutschland neu zugelassen.

Der Bundesrat billigte daher letzte Woche das "Gesetz zum Aufbau einer gebäudeintegrierten Lade- und Leitungsinfrastruktur für die Elektromobilität GEIG" (Ein Gesetzesname bestehend aus 11 Wörtern und 100 Zeichen, den man sich leicht merken kann). Das Gesetz hat es jedoch auch inhaltlich in sich:


Es sieht vor, dass Ladesäulen für E-Autos in Tiefgaragen oder auf Parkplätzen vor Mietshäusern künftig bereits bei der Planung eines Neubaus oder bei einer Renovierung berücksichtigt werden. Wer künftig einen Mehrfamilien-Neubau mit mehr als fünf Pkw-Parkplätzen errichtet oder umfassend saniert, ist verpflichtet, Rohre für Elektro- und Datenleitungen zu verlegen.


Bei Nichtwohngebäuden (Gewerbeimmobilien aller Art) soll die Verpflichtung zum Einbau einer Ladeinfrastruktur bei mehr als sechs Stellplätzen bestehen.


Konkret bedeutet dies, dass mindestens jeder dritte Stellplatz mit einer entsprechenden Leitungsinfrastruktur ausgestattet sein und zusätzlich ein Ladepunkt errichtet werden muss.

Trotz aktuell viel nachgefragter Zuschüsse von 900 € je Ladestation trägt auch hier die Immobilienwirtschaft die volle Last der angeordneten Maßnahmen. Verstöße gegen das Gesetz werden mit Bußgeldern geahndet.


Ausnahmen gibt es lediglich für Gewerbeimmobilien kleinerer und mittlerer Unternehmen. Nutzen diese die Fläche weitestgehend selbst oder übersteigen die Kosten für die Lade- und Leitungsinfrastruktur sieben Prozent der Gesamtkosten einer größeren Renovierung, greift die Regelung nicht.

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