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Wissenswertes über die Mietpreisbremse

Aktualisiert: März 17


Diese gilt für Gegenden mit angespannten Wohnungsmarkt bis zunächst Ende 2025.

Alleine in Hessen sind dies 49 Kommunen, u. a. nahezu im ganzen Rhein-Main-Gebiet.


Die Mietpreisbremse gilt für die Neuvermietung von Bestandswohnungen. Dabei darf die Miete max. 10 % über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen und gilt für unbefristete Mietverträge und Staffelmietverträge.

Indexmietverträge sind ausgenommen, da die Inflationsrate die Mieterhöhung bestimmt.

Die Erstvermietung von Neubauwohnungen sowie für Wohnungen nach umfassender Sanierung sind ebenfalls davon ausgenommen und dürfen die 10% übersteigen.

Der Umfang einer umfassenden Sanierung wurde natürlich schon höchstgerichtlich definiert und sollte mind. 30 % der vergleichbaren Neubaukosten betragen und wesentliche Bereiche wie Heizung, Fenster und Dämmung beinhalten. Wichtig zu wissen, denn eine Badsanierung oder eine neue Heizung alleine reichen keinesfalls aus, um die 10%-Grenze zu übersteigen!


Seit 2019 müssen Vermieter bei Neuvermietung, bei denen die Miete >10% über der ortsüblichen Miete liegt, unaufgefordert schriftlich darüber informieren, wieviel Miete er vom Vormieter verlangt hat und begründen, welche Ausnahmeregel er dafür genutzt hat, z. B. eine umfassende Modernisierung.


Tut er dies nicht, kann der Mieter die unzulässig hohe Miete rügen und die zu viel bezahlte Miete rückwirkend bis zu 30 Monate zurückverlangen!

Die ortsübliche Vergleichsmiete wird anhand des einfachen oder qualifizierten Mietspiegels ermittelt. Gibt es keinen Mietspiegel für die Kommune, gibt die Stadt-/ Gemeindever-waltung Auskunft.


Zu verwechseln ist die Mietpreisbremse übrigens nicht mit der Kappungsgrenze. Diese gilt für bestehende Mietverhältnisse und lässt max. 20% Mieterhöhung in drei Jahren zu, in Ballungszentren sogar nur 15 %. In Hessen gelten diese 15 % ebenfalls für 49 Kommunen, ähnlich denen der Mietpreisbremse.




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