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Vermieter muss bei Anschaffung von Hund und Katze gefragt werden


Seit Ausbruch von Corona hat sich die Anzahl der Haustiere in Deutschland um 1 Millionen auf gut 35 Mio erhöht. Es leben über 15 Mio Katzen, knapp 11 Mio Hunde und 5 Mio Kleintieren wie Mäuse, Hamster und Co. in deutschen Haushalten.



Generell kann die Haustierhaltung für größere Tiere vom Vermieter nicht verboten werden, entsprechende Verbotsklauseln in Mietverträgen sind unwirksam. Eine umfassende Einzelfallabwägung ist notwendig, in der die konkreten Belange und Interesse des Mieters, der übrigen Mietvertragsparteien und Nachbarn berücksichtigt werden.


Vor Einzug von Hund und Katze muss der Vermieter also informiert werden und dieser der Haltung unter Abwägung des Einzelfalls zustimmen. Die Zustimmung gilt dabei nur für dieses eine Tier und muss für jedes weitere erneut eingeholt werden!


Bei Verstoß drohen Abmahnung, Kündigung und Schadensersatzforderungen

Mieter, die sich nicht an diese Regel halten und ungefragt einen tierischen Freund in die Mietwohnung holen, müssen mit Konsequenzen rechnen: Von einer Abmahnung, bis zur fristlosen Kündigung und Schadensersatzforderung wegen Mietminderung anderer Hausbewohner wegen lautem Bellens oder aggressiven Verhaltens des unerlaubt gehaltenen Tieres sind möglich.


Sollten sich unangemessene Beeinträchtigungen – wie das Bellen oder aggressives Verhalten – erst später ergeben, könne der Vermieter die Erlaubnis auch nachträglich zurücknehmen.


Die Haltung von Kleintieren wie Vögel, Fische, Hamster, Kaninchen oder auch Ratten darf ohne Nachfrage und Zustimmung beim Vermieter erfolgen, solange sie nicht in übermäßigen Mengen gehalten werden.


Die Haltung von potenziell als gefährlich geltende Tiere wie Vogelspinnen, Giftschlangen, giftigen Skorpione und Co. bedarf generell der Zustimmung des Vermieters. Je nach Bundesland ist deren Haltung ohnehin eingeschränkt oder verboten. Nicht ohne Grund, wenn man sich an Nachrichten aus dem letzten Jahr erinnert, als ein "entlaufene" Giftschlange für eine Großeinsatz von Feuer sorgte und ein Mehr-Parteien-Haus tagelang geräumt werden musste.

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